Stefan Thürck

Weltherrschaft und Alltag

Malerei | DE


Stefan Thürcks Bilder arbeiten mit drastischen Farbigkeiten und bildfindungen. Grelle, dissonante und hartkantige Bildflächen dominieren Kompositionen, die urban prekäre Winkel und Settings zeigen, wenn dann sind sie höchstens unwirtlich bewohnt. Trotz einer dystopischen Grundstimmung geht hier auch ein appellhafter Impetus auf den Betrachter über, der immerhin auch aber nicht nur bildliche agitationsmomente für sinnvoll erachtet.

Seine Installationen kontrastieren die Umgebung innerhalb dieser sie sich bewegen. Die Kinetischen Elemente, die dem Betrachter zu einer Machtposition aufwerten, führen im nächsten Moment zu ihrer Umkehrung. Man möchte sich den Monotonen Geräuschen entziehen, die sich wegbewegende Objekte eigentlich genauer betrachten und dem Schmatzenden, Stöhnenden Sound entledigen.

Zwischen Gewalt und Poesie, zwischen Natur und Technik, zwischen Popart und neo Expressionismus bewegen sich die Arbeiten von Stefan Thürck. Hier und da erscheinen Lichtblicke in einer sonst verstörten Welt. Hoffnung die es wert ist, sich an ihr zu klammern.

Ergänzt wird sein schaffen durch Poesie und textliche arbeiten. Wo wir anfangen zu suchen, wenn wir nichts mehr kennen, scheint sein Ansatz.

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Freitag, 21.6. - Samstag, 29.6.
15 - 19 Uhr

Unterer Hardthof e.V. (Galerie)
Unterer Hardthof
35398 Gießen