Almut Schildberger

GEHÄUSE - Drucke und ihre Hinterlassenschaften

Druckgrafik | DE


Gehäuse bieten Schutz. Dort wohnt der Kern. Ein Tummelplatz für Leben. Die Berliner Künstlerin Almut Schildberger möchte, dass die Besucher mit ihren Arbeiten kommunizieren. Sich in ein Spiel begeben, auf eine Reise. Vielleicht eine Suche, bei der auf einmal Fantasien in uns aufsteigen, die sich womöglich zu kleinen Geschichten ausbauen. Ja, auch das Lachen ist erlaubt. Über diese seltsamen Raumskelette, mal sperrig, groß, geduckt, verwinkelt. Dann wieder luftig und eine Einladung, einzutreten, durchzuschauen, hinaus zu sehen. Den Grundriss abzugehen. Die Kapsel, die Hülle, den Unterschlupf. Die fragil gespannte Haut. Da kommt uns manches bekannt vor, bleibt aber doch Geheimnis. Eine stets mitschwingende Frage: Wer hat sich das gebaut? Geschichtet, gespannt. Gefäße für Gefühle und Sein. Ein-und Ausgänge zugleich.

Almut Schildberger (*1968 in Stolberg/Harz ) baut unkonventionelle Druckstöcke aus Tetrapak. Daraus entstehen monochrome Drucke in ungewöhnlichen räumlichen Ausmaßen. Unikate im Handabzug.Detailreiche, großzügig angelegte Monotypien. Kraftvoll, durchlässig, fest. Autonome Strukturen. Mal Explosiv. Dann wieder kontemplativ. Die Druckstöcke entwickeln darüber hinaus ihre eigene Körperlichkeit. Werden greifbare Textur und Materialität. Hängen, liegen oder stehen plötzlich im Raum. Charakteristisch für Almut Schildbergers Arbeiten ist dabei die Kombination einer einzigen Farbe mit Unbuntem. Dadurch rückt das Graphische stärker ins Zentrum der Betrachtung und unterstützt dessen Wirkung.

Hier gibt es Fallen und Gefälle. Ungewissheit. Keine Komfortzone. Tummeln Sie sich!

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Vernissage:
Sonntag, 23.6.
11 Uhr

Galerie Reinard
An der Schule 4
35398 Lützellinden