Martha Oelschläger

Symbolische Verbundenheit

Installation | Lesung | DE


In den letzten Monaten wurde in den öffentliche Medien das nationale Symbol der Deutschland-Fahne mehrfach diskutiert. Cornelia Geißler beschreibt, dass ausgehend von der historischen Vorgeschichte Deutschlands, mit sechzig Jahren nach Kriegsende, das sogenannte „Sommermärchen“ in Form des Fußball- oder Party-patriotismus das nationale Symbol wieder belebten wurde, wogegen im Mai 2018 bei einem Protestlauf der AfD ebenso die Farben schwarz-rot-gold in verschiedenster Ausführung sichtbar waren und instrumentalisiert wurden. „Die AfD beschränkt sich nicht auf das Blau ihrer Plakate, sie nimmt sich das, was eigentlich allen gehört“, meint Cornelia Geißler.

Wer fühlt sich auf welche Art und weise zu nationalen Symbolen zugehörig?

Welche Ereignisse können heutzutage Menschen auf nichtmilitärische, aber patriotische Weise formen? Und wie können diese Ereignisse deren Ästhetikempfinden beeinflussen?

„Symbolische Verbundenheit“ hinterfragt dies als interdisziplinäre Kombination in Form einer Installation von Wimpelketten und einer öffentlichen Lesung.

Martha Oelschläger studiert Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und studierte Szenographie in Fredrikstad/ Norwegen. In ihren Arbeiten stößt sie interdisziplinär einen Diskurs über Hochkultur an und setzt diese in Beziehung zur Eigenart des alltäglichen Lebens. In ihrer praktischen Arbeit überschneiden sich Grenzen von Performance, Installation und Interventionen im öffentlichen Raum.

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Lesung:
Marcel Langner: "Wenn in Deutschland Fahnen wehen" (2006)

Montag, 24.6.
19 Uhr
und
Samstag, 29.6.
12 Uhr

Neues Schloss
Langraf-Philipp-Platz
35390 Gießen


Installation:
Montag, 24.6. bis Samstag, 29.6.

Neues Schloss
Langraf-Philipp-Platz
35390 Gießen