Vom Potential zur Verstetigung: Gießens nächste Kunstbiennale

Pressemitteilung | Gießen, 19.01.2018

Im September 2017 fand in Gießen erstmals die GIENNALE statt. Trotz großem Zuspruch von verschiedensten Seiten sind für die Neuauflage des Festivals im Jahr 2019 bereits entscheidende Maßnahmen zur Weiterentwicklung geplant.


Gießen als „transkulturellen Spielraum“ behaupten, Begegnungsräume schaffen, und dabei das Kreativpotential der Stadt offenlegen. An der Umsetzung dieser Ziele arbeitete von August 2016 bis September 2017 ein Netz aus ehrenamtlichen Helfer*Innen und Mitgliedern von rund 16 städtischen Initiativen. Kernarbeitsfelder wie Eventplanung, Koordination, Künstler*Innenbetreuung und Marketing wurden hierbei von einem zentralen Komitee aus circa 12 Personen bedient und organisiert.

Das Resultat: Acht Festivaltage mit zahlreichen Ausstellungen, Workshops und Konzerten an 20 Standorten in der Gießener Innenstadt. Welche im Rahmen des Festivals nicht nur über 3000 Besucher*Innen vor Ort erreichten, sondern Gießens Kreative durch ein Aufgebot von 41 Künstler*Innen, davon mehr als die Hälfte durch einen Open-Call von Außerhalb akquiriert, letztlich auch mit Gleichgesinnten in anderen deutschen Städten wie Berlin oder Weimar vernetzten. Neben der Zustimmung des Kulturamts, das bereits die Durchführung der GIENNALE stützte, erhielt die Festivalleitung unter Ida Schulz und Hagen Reier in der Folge auch von Einwohner*Innen und Teilnehmenden positives Feedback.

„Ich soll erzählen was mir an der GIENNALE gefallen hat? Ich fand alles ganz großartig! Ich hab so viele begeisterte Menschen getroffen und kennengelernt [...] fand viele Werke ganz großartig, [...] und ich hoffe sehr, dass dieses Event und diese wunderbare Stimmung zum festen Bestandteil von Gießen wird.“
– Besucher*innen-Kommentar zur GIENNALE 2017

Umso verständlicher, dass das Festivalkomitee motiviert ist, die GIENNALE im Jahr 2019 zu wiederholen. Dabei ist den Organisator*Innen vor allem an einer zunehmenden Professionalisierung des Festivals gelegen: „In Bezug auf die GIENNALE 2019 sehen wir viele Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung und Optimierung des Formats und sind guter Dinge, diese Änderungen auch umzusetzen. Geplant ist zum Beispiel eine engere Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität und ein Veranstaltungsangebot, das künftig nicht nur die Kernstadt, sondern auch den Gießener Landkreis einbeziehen kann. Wichtig für uns ist dabei, dass die Teilhabe am Festival trotzdem niedrigschwellig bleibt. Damit wir unsere Strukturen angemessen ausbauen und verstetigen können, brauchen wir also vor allem adäquate finanzielle Ressourcen“, so Ida Schulz.

Ferner stehe auch eine Verlegung des Festivaldatums zur Debatte. Einen genauen Termin für die zweite GIENNALE gebe es aber noch nicht. „Im Idealfall rückt der Veranstaltungszeitraum eher in die Mitte des Jahres. Zunächst geht es aber darum, die stärkere Einbindung aller Kooperationspartner*Innen zu gewährleisten. Insbesondere im Bereich Marketing müssen alle Institutionen an einem Strang ziehen. Die GIENNALE 2019 soll eine heterogenere Zielgruppe an Menschen erreichen. Das funktioniert nur durch gemeinsamen Einsatz.“

(JS)