Kunst und Stadtkultur – Die GIENNALE 2017

Pressemitteilung | Gießen, 28.08.2017

Vom 22.09. bis zum 30.09.2017 wird erstmals das Kunst- und Kulturfestival GIENNALE in Gießen stattfinden. Neben Beiträgen von über dreißig Künstler*Innen, bieten auch Workshops, Führungen und Podiumsdiskussionen einen Raum zur Begegnung.


Gießen ist seit jeher ein Ort der Diversität. Im urbanen Raum greifen verschiedenste Formen kultureller Identitäten ineinander. Klare Grenzziehungen sind, dem Philosophen Wolfgang Welsch nach, historisch-konstruiert und orientieren sich nicht an der Lebenswirklichkeit. Hinter diesem Verständnis von Kultur steht zusammenfassend der Begriff der „Transkulturalität“.

Diesen Umstand mittels einer Kunstbiennale über den Zeitraum von einer Woche erfahrbar zu machen und zur Diskussion zu stellen, ist das Ziel der GIENNALE 2017. Nach etwa einem Jahr der Vorbereitung und Kuration sind dafür nun die Weichen gestellt. Die Programmplanung steht, die Festival-Homepage ist online.

„Wir sind schon jetzt sehr gespannt und glücklich“, vermerkt Mario Alves, Mitglied des Festivalkomitees. „Die GIENNALE möchte kulturelle Grenzen aufheben und städtische Akteure vernetzen. Dass dies nun in dieser Art möglich wird, und wir unsere Stadt als einen transkulturellen Spielraum behaupten können, ist der Mitarbeit einer Vielzahl von Institutionen zu verdanken.“ Neben der raumstation3539 eG und dem Verein Alte Kupferschmiede zählen hierzu das Kulturamt der Stadt Gießen sowie örtliche Kulturstätten, die sich am Festivalprogramm beteiligen. Darunter etwa das Stadttheater, die Kunsthalle, das Gießkannenmuseum, und viele weitere stadteigene Organisationen und Initiativen.

Somit werden insgesamt mehr als dreißig Kunstschaffende ihre Arbeiten an verschiedenen Orten der Stadt vorstellen können. Rund 16 davon wurden über einen Open-Call direkt für das Festival ausgewählt. Eingebettet wird die umfangreiche Liste aus künstlerischen Positionen in ein vermittelndes Rahmenprogramm. Ferner finden zeitgleich zur GIENNALE auch das Street-Art-Event River Tales und das Pop-Up-Town Festival statt. „Das Programm verdeutlicht, wieviel Gießen kulturell bieten kann. Von der Verdichtung dieses Potentials und den Impulsen der Festivalbesucher*Innen, erhoffen wir uns auch einen Mehrwert für die Stadtentwicklung“, äußert sich Ida Schulz, Vorstandsmitglied der raumstation3539 eG.

Den Auftakt zur GIENNALE liefert am Freitag, 22.09.2017, eine Vernissage mit anschließendem Konzert in der Galerie 23. Zur Eröffnung spricht dort zudem Simone Maiwald, Leiterin des Gießener Kulturamts. Ein Infopoint wird für die Dauer des Festivals, Freitag, 22.09.2017, bis Samstag, 30.09.2017, in der Johannette-Lein-Gasse 28 eingerichtet sein.

(JS)

"Das GIENNALE-Projektteam, von links nach rechts: Ida-Elena Schulz, Hagen Reier, Franzi Maikler, Henni Weiß, Daniel Schmack, Jan Seibert, Wally Hund, Tobi Vogler. Es fehlt: Mario Alves, ebenfalls Mitorganisator des Festivals."